Wormstedter Koch Brüder trotzen dem Sand und der Hitze

Rang sieben und neun in der Tageswertung bei dem ADAC MX Masters

Von Dieter Lichtblau

Am vergangenen Wochenende standen für Tim und Tom Koch vom KTM Sarholz Racing Team die Rennen der ADAC MX Masters auf dem Programm. Dazu mussten sie wieder in den hohen Norden reisen. Auf der anspruchsvollen, tiefsandigen Strecke in Tensfeld, nahe Bad Segeberg, trafen sie auf ein hochkarätiges Fahrerfeld. Tom belegte in der Tageswertung Platz sieben und Tim schaffte es als Neunter ebenfalls in die Top Ten.

In der Qualifikation am Samstag kam Tim Koch mit der Strecke noch nicht so gut zurecht. Er kam im Sand einfach so richtig klar, schaffte es aber doch noch sich noch als Vierzehnter, und damit Vorletzter in der Gruppe direkt zu qualifizieren. Dazu Tim Koch: „ Es war sehr sandig und die Strecke war noch sehr glatt, keine Spuren eingefahren. Ich habe mich nicht so richtig wohl gefühlt und fand einfach nicht in meinen Rhythmus. Mit dem vierzehnten Platz kann ich leben, auch wenn es für die Startaufstellung nicht optimal ist.“ Tom Koch der, in der gleichen Gruppe war, fand die besseren Spuren auf der schnellen Strecke. Hinter den WM Fahrer Kevin Strijbos
( BEL) und dem Führenden in der Meisterschaft, Tanel Leok (EST) fuhr er mit knappen Abstand auf die Dritten und Vierten die fünftbeste Runden. „ Die Stecke war extrem schnell, da sie noch nicht ausgefahren war. Da ist volle Konzentration gefragt denn jeder kleine Fehler wird sofort bestraft“, erklärte Tom Koch die Situation.
Zum Ende des Samstags ging ein heftiger Wolkenbruch nieder und setzte die gesamte Rennstrecke komplett unter Wasser. Als willkommener Nebeneffekt sank dadurch die Temperatur auf knapp über 20 Grad, was für ideales Moto Cross Wetter sorgte und am Sonntag 9000 Zuschauer an die Strecke lockte.

Zum Warm Up am Vormittag war der Kurs durch den Regen sehr tief geworden. Tim Koch kam nun besser zurecht und fuhr ein paar schnelle Runden im Renntempo.
Im ersten Durchgang hatte er, trotz der schlechten Position an der Startanlage, einen guten Start und pflügte unter den ersten zehn durch den Sand. Im Rennverlauf wurde er noch von einigen Fahrern überholt, schaffte es aber wieder sich zurück zu kämpfen und die Punkte für den zehnten Patz zu sichern. Tom Koch kam als Siebter aus der Startrunde zurück. In der zweiten Runde bremste er sein Motorrad aus. Bis der Motor wieder ansprang verging einige Zeit. Dadurch fiel er bis auf Rang fünfundzwanzig zurück. Mit schnellen Rundenzeiten schaffte er es noch, sich direkt hinter seinem Bruder als Elfter abwinken zu lassen.
Den Start für den zweiten Umlauf hatte Tim Koch wieder gut hinbekommen. Allerdings wurde er etwas eingebremst, als er zwei direkt vor ihm gestürzten Fahrern ausweichen musste und erst als Fünfzehnter die zweite Runde in Angriff nehmen konnte. Mit einer fehlerfreien Fahrt brachte er seine KTM wieder nach vorne und erkämpfe den neunten Platz. Ein bisschen abgekämpft aber zufrieden sagte Tim Koch nach dem Rennen: „ Mit diesem Ergebnis bin ich zufrieden. Dieser zweite Durchgang hat sehr viel Kraft gekostet. Die Strecke war nun sehr ausgefahren, mit tückischen Spurrillen an den Anfahrten zu den Sprüngen. Ich bin echt fertig, um nicht zu sagen müde. Aber mit dem neunten Platz in der Tageswertung und eine Verbesserung in der Gesamtwertung auf Rang sieben kann ich gut leben“.

Tom Koch war ebenfalls gut gestartet. Schnell konnte er sich bis auf Platz vier nach vorne fahren. Im Duell um diese Position mit dem viermaligen ADAC MX Masters Sieger, Dennis Ullrich, unterlag er nur knapp und wurde Fünfter. In der Tageswertung
holte er sich 26 Punkte und belegte den siebten Platz. „ Mein Start war nicht schlecht. Zur Rennmitte hatte ich ein kleines Tief, es lief nicht so rund. Die Strecke war durch die vielen Rennen sehr kaputt. Unter dem Sand bildeten sich Kanten, die einem zum Verhängnis werden konnten. Im Duell mit Dennis Ullrich musste ich zurückstecken. Mit dem Ergebnis, hinter den drei belgischen Sandspezialisten und Dennis Ullrich bin ich sehr zufrieden. In der Meisterschaft bin ich nun von siebzehn auf elf nach vorne gekommen. Und das, obwohl ich im ersten Rennen mit dem Bänderriss nur einen Punkt holen konnte und das zweite Rennen wegen meiner Fuß Operation ausfallen lassen musste“, ließ der jüngere der Koch Brüder wissen.
An eine Sommerpause ist für die beiden Wormstedter nicht zu denken. Tom Koch will am kommenden Wochenende bei der Weltmeisterschaft in Loket (Tschechien) seine ersten Punkte holen. Tim Koch reist an die Ostsee, aber nicht zum Baden. In Wolgast fährt er die Rennen zur DM Open.   

Bilder: Steve Bauerschmidt