Tom Koch zeigt eine gute Leistung in Portugal

Insgesamt 5000 Kilometer musste Tom Koch am vergangenen Wochenende reisen, um sich bei der Moto Cross Weltmeisterschaft im Westen von Portugal erneut wichtige zwölf Punkte zu sichern.

Die Rennstrecke, südlich von Porto, nahe dem Atlantik gelegen, war Tom Koch durch Rennen in der Europameisterschaft oder der Weltmeisterschaft MX 2 bekannt. Der Lehmboden präsentierte sich knochentrocken, mit vielen ausgefahrenen Spuren und Kanten und hatte durch den losen Sand sehr viele tückische Stellen. Da er im Zeittraining noch etwas verhalten zu Werk ging, reichte es für das nachfolgende Qualifikationsrennen nur zu Platz zweiundzwanzig in der Startaufstellung. Bei Temperaturen um die 17 °zeigte der Fahrer von KTM Kosak Team eine solide Leistung und kam ohne große Fehler auf Rang siebzehn ins Ziel. Für die Rennen am Sonntag wurde die Startgerade gegrubbert und gut gewässert. Der Start verlief von weit außen kommend nicht optimal. Tom Koch fand nicht gleich in seinen Rhythmus, machte dann aber schnell einige Positionen gut. Ab der Rennmitte lieferte er sich ein Duell um die Plätze 15 – 17 und erreichte in einem sehr schnellen Rennen, bei dem die Durchschnittsgeschwindigkeit über 50 km/h lag, als Sechzehnter das Ziel. Die damit erzielten fünf Punkte waren der verdiente Lohn. Zufrieden zeigte sich Koch nach dem Rennen: „Diese Strecke ist sehr schnell und teilweise gefährlich. Man darf nicht viel nachdenken. Eher Hirn aus und los. An den Starts in der WM muss ich noch arbeiten. Die Jungs die hier fahren, können alle super gut starten. Ich stand relativ weit außen und da ist der Weg zur ersten Kurven eben länger. In dem Rennen habe ich keine großen Fehler gemacht. Der erreichte Platz ist eine solides Ergebnis.“

Zum zweiten Lauf präsentierte sich die Strecke noch mehr ausgefahren und wurde dadurch noch anspruchsvoller. Nach nicht ganz gelungenem Start blieb der Wormstedter in der ersten Kurve auch noch an einem anderen Fahrer hängen und musste sich neu sortieren. Schnell fand er aber seinen Flow, konnte seinen Speed nochmals forcieren und in den letzten beiden Runden den Kampf um den vierzehnten Platz für sich entscheiden. Damit buchte er sich an diesem Wochenende insgesamt 12 Punkte auf sein Konto. In der Tageswertung wurde er auch als Vierzehnter gewertet und rangiert in der laufenden WM Wertung auf Platz neunzehn. Ein Aufwärtstrend ist hier klar zu erkennen, da er in der Saison 2021 nach vier Rennen noch keine Punkte hatte. Kurz vor dem Heimflug teilte er seine Eindrücke aus Agueda mit: „Mit einem Platz in den Top 15 im dritten WM Rennen bin ich zufrieden. Ich hoffe dass es so weiter geht. Wenn wir jetzt noch meine Startprobleme in den Griff bekommen müsste es klappen. Daran werden wir in der Woche nochmals dran feilen. Vielleicht kann ich schon am kommenden Wochenende beim GP of Trentino in Italien etwas umsetzen. Da kann ich wieder im gewohnter Umgebung, im Wohnmobil von Oma und Opa, schlafen.“

Text: Dieter Lichtblau

Fotos: Ralph Marzahn