Tom Koch wird Dritter bei der ADAC MX Masters Meisterschaft

Starke Leistung der Koch Brüder im Sand von Tensfeld

Mit den Rennen auf der tiefsandigen Strecke in Tensfeld, südlich von Kiel, ging die ADAC MX Masters Short Season zu Ende. Tom Koch holte sich zu dem dritten Platz in der Tageswertung mit nur einem Punkt Rückstand auch den dritten Platz in der Meisterschaft. Tim Koch wurde in zwei Rennen durch einen Startcrash aufgehalten, konnte sich aber in der Abschlusstabelle noch bis auf Rang dreizehn noch vorne fahren. In der Qualifikation fühlte sich Tom Koch vom KTM Sarholz Racing Team in dem Tensfelder Sandkasten sichtlich wohl. Mit der zweitschnellsten Zeit in seiner Gruppe, hinter dem Ex-Weltmeister Jordie Tixier, und der drittbestbesten Zeit aller Teilnehmer, konnte er sich einen guten Platz in der Startaufstellung aussuchen. Aberauch Tim Koch vom Team AB Racing by Zweirad-Schmitz, hatte Spaß im Sand. Mit der sechstbesten Zeit in seiner Gruppe als Gesamtzwölfter konnte er seine Husqvarna in die Startaufstellung bringen.Im ersten Rennen, das noch am Samstag gestartet wurde, lief es für Tom Koch vom Start weg optimal. Lange Zeit konnte er als Zweiter hinter Tixier das hohe Tempo mitgehen, ehe er zur Halbzeit vom belgischen Sandspezialisten Renkens noch auf Platz drei verdrängt wurde. Tim Koch wurde gleich in der ersten 180 Grad Kurve nach dem Start durch einen Crash aufgehalten. Als Letzter konnte er das Rennen aufnehmen und dem Feld nacheilen. Mit schnellen Rundenzeiten und in fehlerfreier Fahrt holte er sich als Vierzehnter noch sieben Meisterschaftspunkte. Bei kühler, aber trockener Witterung standen am Sonntag noch zwei Rennen auf dem Zeitplan. Tom Koch gewann den Start und führte das Feld für drei Runden an, ehe er zur Rennmitte in kleines Tief hatte, aber noch als Fünfter abgewunken werdenkonnte. Erneut musste Tim Koch sein Motorrad aus dem Durcheinander nach der Startkurve befreien und vom Ende des Feldes das Rennen aufnehmen. Erneut fand er schnell Anschluss, kam in einem guten Rhythmus und buchte erneut Platz vierzehn. Vor dem Start zum dritten Rennen ging ein leichter Regenschauer über die Strecke, was aber zu keinen wesentlichen Veränderungen führte. Als Fünfter kam Tom Koch aus der ersten Runde zurück. Obwohl er wieder ab der Rennmitte nicht mehr seinen Speed fahren konnte, war der sechste Platz noch ein gutes Ergebnis. Tim Koch hattein diesem Rennen einen besseren Start. Schon als Achter kam er aus der Startrundezurück und hatte als Siebter Sichtkontakt zu seinem Bruder, der auf Platz sechs fuhr.Nach heftigen Positionskämpfen brachte er nach fünfunddreißig Minuten den achten Platz ins Ziel.Als Dritter in der Tageswertung konnte Tom Koch bei der Siegerehrung auf das Podest steigen. In der Meisterschaftswertung kam er ebenfalls auf den dritten Platz, mit nur einem Punkt Rückstand auf Platz zwei. Den Tag in Tensfeld und die ADAC MX Masters Short Season fasste er nach der Siegerehrung zusammen: „ Schon das Zeittraining lief mit Gesamtplatz drei sehr gut. Meine Starts waren bis auf Lauf drei optimal und ich konnte lange Zeit gut mithalten, bis ich immer in ein „leichtes Loch“ fiel. Ich kläre zurzeit medizinisch und mental ab, an was das liegt um gezielt

gegensteuern zu können. Mit dem dritten Platz bin ich sehr zufrieden, obwohl es ärgerlich ist, wegen diesem einem Punkt den Vizetitel verpasst zu haben. Aber mein Ziel war, noch vor Corona, bei dem ADAC MX Masters unter die besten Drei zu kommen. Für das nächste Jahr, möchte ich um den Titel mitfahren. Wenn sich im Rennkalender keine Veränderungen mehr ergeben, werde ich bei der Weltmeisterschaft noch drei Rennen in Lommel, Belgien, und in Arco, Italien, zu starten. Hier ist mein Ziel nochmals Punkte einzufahren“. Tim Koch bilanzierte seine vom Startpech und Ausfall geprägtes Wochenende und die Saison so: „ Auf die technisch anspruchsvolle Strecke in Tensfeld habe ich mich gefreut. Ich habe probiert alles zu geben und bin gute Zeiten in der Qualifikation gefahren. Durch die beiden Situationen in der ersten Kurve nach dem Start war ich schon etwas genervt, habe aber durch meine Rundenzeiten gezeigt, dass ich viel weiter vorne mitfahren kann. Vielleicht war ich beim Überholen etwas zu unentschlossen um schneller nach vorne zu kommen. Platz vierzehn in der Gesamtwertung ist nicht das was ich mir zum Ziel gesetzt hatte. Aber bei so einer kurzen Saison können Fehler schlecht kompensiert werden. Trotz allem hat die kurzeSaison Spaß gemacht und ich bin verletzungsfrei geblieben“.
Text: Dieter Lichtblau
Foto: Steve Bauerschmidt