Tom Koch war in den Niederlanden und Italien am Start

 Vorzeitiges Rennende mit verdrehtem Fuß in Italien
 Tom Koch findet sich bei der Moto Cross Weltmeisterschaft in der Premium Klasse MXGP
immer besser zurecht. Bei dem Rennen im Niederländischen Valkenswaard kam er trotz der sehr schwer
zu fahrenden Strecke in beiden Rennen auf einen Platz unter den besten Dreißig. Eine Woche später beim
Grand Prix of Trentino in Italien kam er auf Platz 25 und fiel im zweiten Lauf nahe der Punkteränge durch
Verletzung aus.
Mit der tiefsandigen Strecke in Valkenswaard kam Tom Koch bei bestem, sonnigem Moto Cross Wetter gut
zurecht. In der Qualifikation am Samstag zeigte er eine deutliche Steigerung im Vergleich zum ersten
Grand Prix in England. Er legte seine Nervosität im Vergleich zur ersten Veranstaltung etwas ab und fand
einen guten Rhythmus auf der Sandpiste. Das ganze Fahren wirkte flüssiger und er qualifizierte sich als 29.
für die Wertungsläufe am Sonntag. Im ersten Lauf erwischte der Wormstedter einen schlechten Start und
fand sich nach der ersten Runde auf Position 31 wieder. Bis zum Rennende hatte der Wormstedter sich
noch auf den 28. Rang verbessert. Im zweiten Rennen kam Koch gut aus dem Startgatter heraus, belegte
in den ersten Kurven eine Top 20 Platzierung, ließ sich aber dann etwas austricksen und fuhr als 25. das
erste Mal über die Ziellinie. Nach Ablauf der knapp vierzig Minuten kam der 21-Jährige als 27. ins Ziel.
„Ich habe sehr viel im Sand trainiert. Diese Strecke hatte aber unter dem Sand viele harte Kanten und
Spurrillen. Ich habe mich so sehr darauf konzentriert nicht hinzufallen. Und dabei ist der Speed auf der
Strecke geblieben. Ich muss noch mehr trainieren, um meine Geschwindigkeit während der kompletten
Renndistanz hoch zu halten. Gegenüber England habe ich einen kleinen Fortschritt gemacht. Aber ich bin
natürlich noch lange nicht dort, was ich mir als Ziel vorgenommen habe. Dafür gehe ich nicht in der MXGP
Klasse an den Start“ erklärte er seine Rennen in den Niederlanden, und „ich freue mich nun auf den GP in
Italien am kommenden Wochenende“, blickte Tom Koch vorwärts.
Vom Flachland ging es gleich weiter in die Berge. Vor der herrlichen Alpenkulisse liegt das Moto Cross
Gelände von Arco (Pietramurata), nördlich vom Gardasee. Durch die vorausgegangenen Regenfälle war
die Hartbodenstrecke anfangs noch sehr aufgeweicht und tief, es gab nur eine eingefahrene Spur, so dass
ein Überholen sehr schwer war. Tom Koch, der die Strecke schon von den Rennen in den Vorjahren
kannte, schien am Samstag den Platz dreißig fest abonniert zu haben. Im Zeittraining war nicht mehr drin,
obwohl der Abstand nach vorne nicht mehr so groß war. Der Start im Qualifikationsrennen misslang
gründlich. Koch wählte eine ungünstige Position an der Startmaschine, bremste seinen Motor aus, der
dann nicht gleich wieder ansprang und ein paar Plätze kostete. Ohne so richtig flüssig in Fahrt zu kommen,
reichte es am Ende wiederum zum dreißigsten Platz. Dafür begann der erste Wertungslauf am Sonntag
vielversprechend. Der KTM-Sarholz Fahrer wurde nach der ersten Runde als zwanzigster notiert und
konnte das Tempo für einige Runden mitgehen. Durch die mangelnde Erfahrung fehlt noch ein wenig das
Selbstvertrauen um bei Überholvorgängen dagegen zu halten. Nach fünfunddreißig Minuten wurde er als
25. abgewunken. Im zweiten Rennen klappte der Start gut. Der Wormstedter fuhr an dreizehnter Stelle und
konnte das Tempo für einige Runden mitgehen. Durch die nachdrängende Konkurrenz kam er wieder ein
bisschen aus dem Rhythmus und fand sich auf dem zwanzigsten Platz wieder. Zu allem Unglück blieb er in
der Hektik nach 14 Rennminuten an einem Erdwall hängen. Dabei verdrehte er sich den linken Fuß und
musste ob der Schmerzen vorzeitig aufhören. Trotz der vorzeitigen Aufgabe sieht Tom Koch sein
Rennwochenende in Italien positiv: “ So langsam kommt der Speed. Jetzt muss ich einfach noch mehr
Selbstvertrauen entwickeln um nicht zu leicht aus meinem Rhythmus zu kommen, wenn ich überholt
werden soll. Am kommenden Wochenende fahre ich das erste Rennen zur ADAC MX Masters Serie in
Fürstlich Drehna. Da hoffe ich von meinem Training auf Sandstrecken und dem WM Rennen in
Valkenswaard profitieren zu können. Und dann kann ich mich ein bisschen erholen und gezielt trainieren,
denn das nächste WM-Rennen ist am 12. Mai wieder in Mantua/Italien.“ Darauf folgen im Wochenabstand
die Rennen in Agueda (Portugal) Saint Jean d’Angely (Frankreich) und Ende Mai das ADAC MX Masters in
Möggers (Vorarlberg). Es gibt also viel zu tun.
Text: Dieter Lichtblau
Bilder: Steffen Schollbach