Tom Koch startet in Italien in die Freiluftsaison

Erfolgreiche Rennen in der italienischen Meisterschaft

Von Dieter Lichtblau

Wormstedt. Als Saisonvorbereitung fuhr Tom Koch bei Rennen zur Italienischen Meisterschaft Ende Februar und Anfang März in der Klasse MX 1 mit. Die Meisterschaft wurde an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden auf Strecken auf Sardinien und Mantua ausgetragen. Rennen werden von vielen europäischen Spitzenfahrern zur Saisonvorbereitung genutzt. IN der MX1 Meisterschaftswertung kam Koch auf Patz acht und das Superchampionat konnte er als Fünfter beenden.

Zum Auftakt stellte sich der Wormstedter dem stark besetzten Starterfeld in Riola Sardo auf Sardinien. Bei der Strecke im Crossodromo „Le Dune“ handelt es sich wie der Name schon vermuten lässt, um eine tiefsandige Rennstrecke von gut 1.540 Meter Länge. Auf der anspruchsvollen Strecke hatte der KTM Fahrer vom Kosak Team zunächst eine bisschen Probleme die richtigen Spuren zu finden. Doch nach dem Training und dem gleich darauffolgenden Zeittraining kam er auf den neunten Platz, mit wenig Abstand zu den Top Five. Der Start zum Wertungslauf verlief nicht nach Wunsch. Doch am Ende der ersten Runde hatte er sich bis an die elfte Stelle nach vorne gefahren aber schon den Anschluss an die Spitzengruppe verloren. Nach sechzehn Runden gelang es, noch den achten Platz zu erkämpfen. Nach einer Pause von nur einer Stunde stand der Start im Superchampionat an. Hierbei durften die besten achtzehn Fahrer der Klasse MX 2 und MX 1 antreten. Dabei klappte der Start für Koch recht gut. Von Rang fünfzehn hatte er sich sehr schnell nach vorne gefahren, verpasste aber als Elfter die Top Ten. „Die Strecke ist sehr wellig und konditionsraubend. Dabei muss man die ganze Renndistanz den Speed hochhalten. Es gibt keine Sekunde zum Ausruhen. Daher habe ich zur Rennmitte ein bisschen Kraftprobleme gekommen. Aber es war das erste Rennen in diesem Jahr. Ich weiß nun was wir noch verbessern können“, beschrieb Tom Koch seinen Einsatz.

Bei der zweiten Veranstaltung auf der im Nordwesten von Sardinien gelegenen Strecke beim Städtchen Alghero, konnte sich Koch im Zeittraining mit der sechstbesten Zeit, nur 3/10 Sekunden hinter der Spitze, auf der sandigen Strecke eine gute Position in der Startaufstellung für die Rennen sichern. Im Wertungsrennen kam er als Neunter aus der ersten Runde zurück und behauptete diesen Rang bis zum Abwinken mit der Zielflagge. Beim Superfinale sortierte sich der Kosak-KTM-Pilot nach einem sensationellen Start zunächst hinter Ex Weltmeister Febvre und dem Niederländer Coldenhoff auf der dritten Position in die Fahrermeute ein. Zwar musste er im Rennverlauf noch zwei andere WM Piloten ziehen lassen, jedoch gelang es ihm den fünften Rang bis ins Ziel zu verteidigen.

Das letzte Rennen stand in Mantua auf dem Plan. Hier fanden die Akteure wesentlich niedrige Temperaturen als auf Sardinien vor. Auch ist die Strecke durch den harten, kantigen Untergrund mit der losen Sandauflage sehr anspruchsvoll und erfordert höchste Konzentration. Im Zeittraining, das für die Startaufstellung wichtig ist, erreichte der Wormstedter Platz neun, nachdem er keine Runde fand, in der er konstant durchfahren konnte. Im ersten MX1 Rennen sortierte sich der KTM Kosak Fahrer nach einem guten Start zunächst auf der neunten Position in die Fahrergruppe ein. Nach sechs Runden hatte er sich schon auf Rang sechs nach vorne gearbeitet. Zwar musste er im weiteren Verlauf noch den Spanier Jorge Prado ziehen lassen, verteidigte aber den siebten Platz bis ins Ziel. Damit sicherte sich Koch in Summe den achten Rang in der finalen MX1-Meisterschaftswertung 2021.

Im Finale zum Superchampionat hatte der Wormstedter ein schlechten Start. In der zweiten Runde kam er bei einem zu hastig ausgeführten Überholmanöver auch noch von der Strecke ab und musste nochmals neu ins Rennen finden. Mit einer fehlerfreien Fahrt fuhr er, sichtlich lockerer als im MX1 Rennen, noch bis auf den elften Rang nach vorne. Das ergab in der Superchampionat -Wertung 2021 für Tom Koch den sechsten Platz.

Mit dem Ergebnis war Tom Koch am Ende der Italienreise zufrieden: „Auch wenn die Platzierung nicht ganz die Leistungen wiederspiegelt, so sind die Plätze in den Top Ten in Ordnung. Es waren Vorbereitungsrennen, die gezeigt haben, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir hatten während der fast drei Wochen eine gute Stimmung in der Mannschaft. Ich bin sehr zufrieden mit meinem neuen Team, mit meinem Mechaniker, Fahrwerkstechniker und meinem Trainer Marcus Schiffer. Wir werden bis zum Start der ADAC MX Masters Anfang Mai und der Weltmeisterschaft Ende Mai in Holland in dieser Richtung weiter arbeiten“.

Foto: Nico Belillo