Tom Koch hat das Vorderrad an den Top Ten

Tom trotzt dem nassen Sand und der Brille -Erfolgreicher Ausflug in das Baltikum nach Kegums 
Tom Koch hatte sich mit Platz einundzwanzig im freien Training Runde für Runde mit der Strecke angefreundet. In der Qualifikation fuhr er seine KTM auf den aussichtsreichen zwölften Platz. Diese Position konnte er wegen eines Gerangels beim Start nicht direkt umsetzen. An sechzehnter Stelle liegend hatte er immer wieder Positionskämpfe auszutragen, hing lange hinter einem Fahrer fest, der ihn einbisschen aus dem Rhythmus brachte. Bis zur Zieldurchfahrt konnte er aber den siebzehnten Platz verteidigen. Der Start zum zweiten Lauf, der von Regen begleitet wurde, was das Fahren im Sand nicht einfacher machen sollte, lief auch nicht ganz optimal. Doch Tom Koch ließ sich davon nicht beirren und nutzte seinen Startplatz clever aus. Bis zur Rennmitte hatte er sich mit schnellen Rundenzeiten bis auf den

elften Platz nach vorne gekämpft. Doch ab hier wird die Luft als Privatfahrer gegen die Werksmaschinen oder die Werksunterstützten Teams immer dünner. Zwischendurch gab es mal wieder Probleme mit der Brille, die den Wormstedter ein bisschen aus dem Konzept brachte: “ Ein Fahrer direkt vor mir, hat an einem Sprung die Kupplung schnappen und mir einen Schwall nassen Sand auf die Brille gehauen. Dadurch habe ich eine Weile nicht mehr richtig gesehen. Eine neue Brille an der Box holen hätte zu viel Zeit gekostet. Ich habe mich dann so durchgekämpft.“ Mit seiner perfekt laufenden Maschine und fehlerfreier Fahrt konnte er sich trotz Handicap nachüber 35 Minuten Renndistanz den dreizehnten Platz sichern. Am Ende des Tages hatte er 14 Punkte eingefahren. Genauso viele, wie in der gesamten vergangenen Saison. Entsprechend positiv fällt auch seine Nachbetrachtung aus: „ Mit dem Zeittraining hat es schon gut angefangen. Platz zwölf hinter den weltbesten Fahrern war super. Ein guter Platz in der Startaufstellung macht es ein bisschen einfacher. Mit dem zweiten Rennen bin ich sehr zufrieden. Ist schon super so im vorderen Feld mitzufahren. Es war ein rundum gelungener Tag. Aber es gibt immer noch Dinge beim Fahren, die ich verbessern muss. Und für das Brillenproblem muss ich mir nochetwas einfallen lassen. Aber nun schaue ich nach vorne und bereite mich gut auf die ADAC MX Masters in Dreetz vor“.
Text: Dieter Lichtblau
Fotos: Ralph Marzahn