Tom Koch gewinnt das SX 2 Rennen in Chemnitz am Samstag

Mit Platz drei am Freitag die Tabellenführung verteidigt

Von Dieter Lichtblau

Tom musste hart kämpfen um in Chemnitz an den Erfolg von Stuttgart anknüpfen zu können. Am Freitag holte er sich im Finale nach einem verkorksten Start den dritten Platz. Dafür begeisterte er am Samstag das Publikum erneut und holt sich den Sieg im Finale. In der Gesamtwertung zum ADAC Super Cup SX2 ist er weiterhin auf Platz eins.

Bereits im Zeittraining am Freitagnachmittag kam Koch bestens mit der engen Strecke zurecht. Mit nur zwei hundertstel Sekunden Rückstand fuhr er die zweitschnellste Zeit aller drei Trainingsgruppen. Der Start zum Qualifikationsrennen über zehn Runden verlief erfolgsversprechend. Doch nach kurzer Rennzeit ragte im Waschbrett ein Strohballen aus der Streckenbegrenzung in die Fahrbahn und brachte den Wormstedter zu Fall. Dadurch fiel er fast bis an das Ende des Feldes zurück. Koch schaffte es noch bis auf den sechsten Platz, der aber nicht zum direkten Einzug in das Finale reichte. Also musste der Fahrer vom Team KTM Sarholz eine extra Schicht im Last Chance Rennen einlegen. Mit dem überzeugenden Laufsieg nahm er diese Hürde problemlos. Kurz vor 23 Uhr stellten sich die zwölf Finalteilnehmer hinter der Startmaschine auf. Tom Koch setzte alles auf eine Karte und ging prompt bei einem Massencrash zu Boden. Als Letzter hetzte er dem Feld hinterher und fuhr unter dem Jubel der Zuschauer eine schnellste Runde nach der anderen. Nach knapp zehn Minuten und 15 Rennrunden holte sich der WM Fahrer noch den dritten Platz auf dem Podium und 20 Punkte für die Wertung im SX2 Cup.
„ Ich hätte das alles nicht haben müssen. Im Finale habe ich ein bisschen auf alles oder nichts gesetzt. Was letztendlich in die Hose ging. Aber auf dieser engen Strecke machte ich keinen Fehler und konnte durch schnelle Runden leicht überholen. Mit dem dritten Platz am Freitag bin ich zufrieden. Es hätte schlimmer kommen können, “ erklärte der gut aufgelegte Tom Koch.

Auch am Samstag fuhr Koch in der Trainingssitzung wieder die zweitschnellste Rundenzeit hinter dem Freitagssieger, Julien Lebeau, aus Frankreich. Der Start zum Halbfinale verlief nicht wie geplant. Tom Koch hatte sich schon auf Platz drei nach vorne gearbeitet, als nach drei Runden das Rennen wegen eines Sturzes abgebrochen wurde. Zum Neustart wählte der KTM Fahrer einen anderen Startplatz, konnte sich dadurch aus dem allgemeinen Getümmel raushalten und buchte einen überzeugenden Laufsieg. Im Finale wurde er gleich zu Beginn ein bisschen einklemmt und beendete die dritte Runde als Vierter. Kurz danach ging er an seinem Trainingspartner, Paul Haberland aus Erfurt, der am Ende Dritter werden konnte, vorbei und nahm die Verfolgung des Führenden Lebeau auf. Immer näher kam er an den Franzosen heran. Die Zuschauer hielt es nicht mehr auf den Sitzen, als der Wormstedter in der zwölften von fünfzehn Runden die Führung übernahm und mit vier Sekunden Vorsprung abgewinkt wurde.
Tom Koch zeigte sich nach dem Finale am Samstag zufrieden:“ Der Samstag war ein perfekter Tag. Zeittraining gewonnen, Halbfinale gewonnen, Finale gewonnen und die Führung in der Gesamtwertung verteidigt. Ich hatte Spaß und konnte locker und kontrolliert die Rennen fahren, auch wenn es am Freitag noch ein bisschen bescheiden lief. Nun bereite ich mich auf Dortmund vor und hoffe Anfang Januar das Red Plate mit nach Wormstedt nehmen zu können“.

Die Veranstaltung in der Dortmunder Westfalenhalle ist vom 11. bis 13. Januar 2019.