Tom Koch fährt auch in Italien in die Punkteränge

Sturzpech verhindert eine bessere Platzierung beim zweiten MXGP Rennen in Mantua/Italien

Auch im zweiten Weltmeisterschaftsrennen des Jahres konnte Tom Koch beide Wertungsläufe in den Punkterängen beenden, auch wenn ihm zwei Stürze im Qualifikationsrennen einen ungünstigen Startplatz bescherten.

Bei bestem Frühlingswetter und vollen Zuschauerrängen kam Tom Koch vom Kosak KTM Racing Team beim MXGP der Lombardei schon im Training mit der anspruchsvollen, ihm aber bekannten Strecke, sehr gut zurecht. Die Rundenzeiten waren im grünen Bereich und sehr dicht beieinander. Da kann eine Sekunde schon über sechs bis acht Plätzen weiter vorne entscheiden. Als zwanzigster stellte sich Koch für das Qualifikationsrennen in die Startaufstellung. Gleich nach dem Start blieb er in der Bande hängen, um kurz darauf noch zu stürzen. Als Letzter hetzte er dem Feld hinterher und wurde noch als Zweiundzwanzigster abgewunken. Das war dann in der Startaufstellung für die beiden Rennen ein Platz weit außen, was einen längeren Weg bis zur ersten Kurve bedeutete. Nach dem Start zum ersten Lauf gab es in dieser Kurve ein dichtes Gedränge und der Wormstedter war mittendrin. Im weiteren Rennverlauf schaffte er es, sich um ein paar Plätze zu verbessern und als Zwanzigster noch einen Punkt zu ergattern. Der Start zum zweiten Durchgang in die Hatz über 18 Runden war wieder gut. In der sechsten Runde hatte er sich bis auf Rang sechzehn nach vorne gefahren und fuhr diese, mit fünf Punkten belegte, Position sicher ins Ziel.

Tom Koch zog nach den Rennen sein Resümee: „Ich hatte ein gutes Gefühl, auch wenn es zunächst mittelmäßig anfing. Die vielen Teststunden haben sich ausgezahlt, denn ich hatte ein perfekt abgestimmtes Motorrad. Im Zeittraining hatte ich gleich eine gute Runde auf der mir bekannten aber sehr schwer zu fahrenden Strecke. Die zwei Stürze im Qualirace haben mich ein bisschen aus dem Konzept gebracht. Bei den Starts in beide Rennen hatte ich eine gute Reaktion. Doch von weit außen startend hatte ich immer eine längere Distanz bis zur ersten Kurve. In den Rennen habe ich einen guten Rhythmus gefunden und wieder Punkte geholt. Im vergangenen Jahr ist mir das erst ab dem fünften Rennen gelungen. Nun habe ich eine kleine Pause, da ich an dem Rennen in Argentinien nicht teilnehmen werde. Bis zum nächsten Rennen Anfang April in Portugal werde ich die Zeit für intensives und gezieltes Training nutzen“.

Text: Dieter Lichtblau

Foto: Ralph Marzahn