Tom Koch erkämpft sich WM Punkte in Belgien

Beim „triple header“  GP im belgischen Lommel, präsentierte sich der Wormstedter Tom Koch in guter Verfassung und holte mehrere Meisterschaftspunkte.

1. Race-Sonntag

Bei Temperaturen um die 12° und bewölktem Himmel musste sich der KTM Fahrer am Vormittag an die anspruchsvolle und von den Rennen am Samstag stark ramponierte Sandstrecke mit den tiefen Rillen anfreunden. Die Rundenzeiten waren noch nicht überzeugend, sodass zunächst nur Platz fünfundzwanzig, mit Tendenz nach oben, verbucht werden konnte. Im ersten Rennen kam Koch sehr gut aus der Startanlage, hatte aber Pech und wurde von einem Crash in der ersten Kurve eingebremst. Er fand schnell wieder Anschluss und kam als Fünfundzwanzigster aus der ersten Runde zurück. Der Wormstedter fand nach 10 Minuten in seinen Rhythmus, fuhr ein fehlerfreies Rennen und lag nach sechs Runden auf Platz zwanzig. Nach einigen Positionskämpfen verbesserte er sich weiter nach vorne und buchte nach 37 Minuten den achtzehnten Platz.Im zweiten Lauf war der Start wieder ordentlich. Allerdings musste Tom Koch einem vor ihm gestürzten Fahrer ausweichen, kam dabei von der Strecke ab und verlor einige Plätze. Bis zum Rennende hatte er den Anschluss wieder hergestellt und erreichte im Kampf um die Punkte als Zwanzigster noch einen Zähler. Nach dem Rennen fasste der Wormstedter seinen Tag zusammen: „ Mit meiner Leistung und den vier Punkten bin ich ganz zufrieden. Sicher hätte es besser laufen können. Es hat etwas gedauert bis ich auf der Strecke die richtigen Spuren gefunden hatte. Im zweiten Lauf wäre noch etwas mehr drin gewesen. Aber ich habe, als die Spitzenfahrer überrunden wollten, zu höflich zu viel Platz gemacht. Das hat Zeit gekostet. Ich werde versuchen es am Mittwoch besser zu machen“.

2. Race-Mittwoch

Durch Regen in der Nacht und auch noch am Vormittag und kleine bauliche Veränderungen am Streckenlayout, präsentierte sich der Kurs rutschiger und damit anspruchsvoller. Im Zeittraining hatte Tom Koch seine Mühe eine gute Spur für eine zufriedenstellende Rundenzeit zu finden. Am Ende war Platz vierundzwanzig keine optimale Basis für die Startaufstellung.Vor dem ersten Rennen hatte sich das Wetter gebessert. Bei leichtem Sonnenscheinund starken Wind nahmen die Akteure hinter der Starmaschine ihre Plätze ein. Der Start gelang dem Wormstedter gut. Doch gleich nach der ersten Runde meldete sich ein technischer Defekt. Die Hinterradbremse blockierte, sodass sich das Rad nicht mehr drehte. Da eine schnelle Reparatur in der Box nicht möglich war, musste Koch dieses Rennen aufgeben.Durch den Ausfall ließ sich Tom Koch nicht aus der Ruhe bringen und konzentrierte sich auf den zweiten Lauf. Hier gelang der Start wieder gut. Schon nach der zweiten Runde wurde der KTM Fahrer mit Tendenz nach vorne auf Platz zwanzig notiert. Er ging das Tempo der Vorderleute mit, hatte schon die Gruppe um Platz fünfzehn im Blick, als er kurzzeitig seinen Rhythmus verlor. Doch er fand schnell wieder in die Spur, unternahm noch ein paar Überholversuche und ließ sich am Ende die Punkte für Platz achtzehn gutschreiben. „Für diesen Renntag habe ich mich gut gefühlt. Der Regen hatte die Strecke heftig verändert, es gab viele spitze Kanten und Rillen. Unter dem Sand war der Boden hart und rutschig. Der Ausfall im ersten Lauf war sehr ärgerlich, ist aber nun nicht mehr zu ändern. Mit den drei Punkten bin ich dennoch zufrieden. Ich hoffe es am Sonntag noch besser machen zu können“, lies Tom Koch noch am Abend wissen.

3. Race-Sonntag

Die materialverschleißende Sandstrecke hatte an den Motorrädern nach vier Rennenin kurzer Zeit ihre Spuren hinterlassen. So mussten Teile von dem Ersatzmotorrad in das Renngerät eingebaut werden, damit ein ordentliches Training möglich war. Hier lag es dann eher am Fahrer, der sich bei starkem Regen und den tiefen Furchen schwer tat, eine gute Runde zu fahren. Mit Rang sechsundzwanzig blieb Koch hinter seinen Möglichkeiten zurück. Im ersten Rennen glückte der Start. Es ging für Tom Koch gut voran. Er hatte die Plätze um die Fünfzehn im Visier, bis ihn zur Rennmitte die Kupplung im Stich ließ und zur Aufgabe zwang. In der Pause wurde gleich die Kupplung geprüft. Auch der Start zum zweiten Lauf war wieder ausbaufähig. Der KTM Fahrer lag als zwanzigster in den Punkterängen und schickte sich an, diese Position zu verbessern.Doch nach acht Runden war Koch im wahrsten Sinn komplett aus der Spur. Er traf die richtigen Spuren nicht mehr und fiel bis auf Rang vierundzwanzig zurück. „ Das war heute absolut nicht mein Tag. Vom Training bis zu den Rennen. Obwohl ich mit den zwei Rennen und den sieben Punkten vom Mittwoch und letzten Sonntagzufrieden war. Ein kleiner Fortschritt ist aber zu sehen“, berichtet Tom Koch während der HeimfahrtFür die Überholung der Maschinen und die Regeneration für den Fahrer bleibt nicht viel Zeit. Denn bereits am Donnerstag fährt die Wormstedter Truppe zur WM Veranstaltung nach Pietramurata in Norditalien. Hier wird, auf der Strecke in der Nähe vom Gardasee, wieder in einer Triple Veranstaltung um die letzten WM Punkte in diesem Jahr gekämpft.

Text: Dieter Lichtblau

Foto: Ralph Marzahn