Tom Koch bringt die WM Saison erfolgreich zum Abschluss

Weitere Punkte am Mittwoch für den Wormstedter

Beim Double Header in Mantua konnte Tom Koch bei den Rennen am Mittwoch mit Erfolg und acht weiteren Punkten zu einem versöhnlichen Abschluss bringen, nachdem er am Sonntag nicht den richtigen Zugang zur Strecke fand und zweimal knapp an Zählern vorbei fuhr.

Beim vorletzten Rennen zur diesjährigen Moto Cross Weltmeisterschaft ging es für Tom Koch beim Grand Prix der Lombardei in Mantua um weitere wichtige Punkte. Bei trüben, aber trockenen Herbstwettern fühlte sich der Wormstedter für die Qualifikation am Sonntag gut gerüstet. Auf dem nicht einfach zu fahrenden Untergrund, loser Sand auf hartem Boden, lagen die Rundenzeiten der Fahrer wieder so eng zusammen, dass die Entscheidungen über den Startplatz im Hundertstel oder gar Tausendstel Bereich lagen. Koch bewegte seine KTM auf Platz zwanzig, der bei einem guten Start Potential für ein gutes Ergebnis in den Rennen hat. Im ersten Rennen war es dann auch wieder ein schlechter Start, der alle Pläne einbremste. Der Fahrer vom Kosak KTM Racing Team drehte mächtig am Gasgriff und hatte sich in der vierten Runde bis auf Rang siebzehn vorgekämpft. Zur Halbzeit der Renndistanz verkrampfte sich Koch, machte Fehler, bremste den Motor aus und fiel zurück. Trotz nochmaligem Einsatz fuhr er als Einundzwanzigster knapp an den Punkten vorbei.
Gleich nach dem Start zum zweiten Lauf wurde Koch in der ersten Kurve in einen Sturz verwickelt. Vom Ende des Feldes nahm er das Rennen auf, fand schnell in seinen Rhythmus und konnte einige Fahrer überholen, was bei der Leistungsdichte immer schwieriger wurde, je weiter er nach vorne fuhr. Am Ende fuhr er als Einundzwanzigster wieder knapp an den Punkterängen vorbei.

Nach zwei Tagen Pause stand beim Grand Prix der Stadt Mantua das letzte Rennen in diesem Jahr auf dem Programm. Das Wetter war weiterhin herbstlich, aber etwas sonniger, als vor einer sehr großen Publikumskulisse die Trainingssession gestartet wurde. In der Qualifikation lagen die Rundenzeiten wieder sehr dicht zusammen. So fuhr der Fünfzehnte 1:55,152 während Tom Koch mit 1:55,945 Zwanzigster wurde. Also war auf der anspruchsvollen Strecke, die keine Fahrfehler verzeiht, wieder der Start wichtig. Im ersten Rennen war der Start eher ausbaufähig. Der Wormstedter hing lange hinter einem Fahrer fest und kam so etwas aus seinem Rhythmus. Für den achtzehnten Platz gab es dann noch drei Punkte, obwohl vom Speed her sicher noch mehr drin gewesen wäre. Sehr gut kam der KTM Fahrer in den zweiten Lauf. Er hing an einer Gruppe die auf dem Weg Richtung zum vorderen Drittel war. Nach ein paar kleinen Fehlern beendete Koch das Rennen als Sechzehnter. Mit den gewonnenen acht Punkten festigte Tom Koch den dreiundzwanzigsten Platz in der Weltmeisterschaftswertung, was für einen Privatfahrer eine gute Leistung ist. An den Rennen in Russland und in der Türkei hat er wegen den zu hohen Reisekosten nicht teilgenommen. An drei weiteren Veranstaltungen gab er den ADAC MX Masters Rennen den Vorzug. Hier wurde er ja Vizemeister. Für die Abschlussrennen in Italien und die komplette Saison findet Koch versöhnliche Worte. „Mit den Rennen in Mantua war ich zufrieden, auch wenn es am Sonntag noch nicht wie geplant für mich gelaufen ist. Aber es macht Spaß, bei so einer Zuschauerkulisse fahren zu können. Ich habe an dreizehn WM Veranstaltungen teilgenommen und bin bei diesem starken Fahrerfeld neunmal in die Punkteränge gefahren. Wichtig war auch, dass ich verletzungsfrei durch die Saison gekommen bin. Ich möchte mich bei allen, die mich während des Jahres unterstützt und begleitet haben, herzlich bedanken. Nun freue ich mich auf eine Pause um mal richtig durchzuatmen und zu erholen, um für das nächste Jahr Kraft zu tanken“.

Text: Dieter Lichtblau

Fotos: Ralph Marzahn