Saisonstart für die Koch Brüder in die ADAC MX Masters

Tom Koch fährt im ersten Lauf auf Platz drei.
Das Rennwochenende in Bielstein bot den Fahrern und Zuschauern eine große Vielfalt: Von Sonnenschein und perfekten Streckenbedingungen am Samstag bis zu einem Wetterchaos und heftigen Regenfällen am Sonntagnachmittag. Tom Koch kam nach der zweitschnellsten Qualifikationszeit am Ende auf Platz fünf, während Tim Koch von einer beschlagenen Brille ausgebremst wurde.Die Naturstrecke im Oberbergischem Land präsentierte sich am Samstag den über 80 Fahrern in der MX Masters Klasse in einem hervorragenden Zustand. In der Qualifikation zeigte der Fahrer vom KTM Kosak Racing, Tom Koch, mit der zweitbesten Zeit, dass er sich sehr gut vorbereitet hatte. Tim Koch, AB Racing, kam noch nicht so richtig in Fahrt und wurde auf dem elften Platz notiert. Da nach einem neuen Reglement an einem Wochenende drei Rennen ausgetragen werden, stand schon am Samstagnachmittag der erste Wertungslauf im Zeitplan. Nach dem Start war Tim Koch in keiner guten Position. Er schafftees einfach nicht schnell genug zu überholen und hing sehr lange hinter einem Fahrer fest. „Ich habe nicht entschlossen genug überholt. Dadurch habe ich mich verkrampft und meinen Rhythmus verloren und bin am Ende nur achtzehnter geworden“, berichtet Tim Koch. Der Start lief bei Tom Koch auch nicht wie geplant. Er schafft es aber in der ersten Runde viele Plätze gut zu machen um sich dann von Position neun bis auf den dritten Rang nach vorne zu kämpfen. „ Ich habe mich schon in der Quali sehr wohl gefühlt. Das Überholen ist mir im ersten Lauf sehr gut gelungen, obwohl es nicht viele Stellen dafür gibt. Das hat aber sehr vielZeit gekostet und die Spitze war schon zu weit weg um noch eingreifen zu können“, fasst Tom Koch seinen Samstag zusammen. Für den Sonntag war am Nachmittag heftiger Regen angekündigt. Pünktlich um 13 Uhr, als der zweite Lauf gestartet wurde, prasselte so alles auf das Gelände nieder, was Petrus im Angebot hat. Regenschauer mit Hagelkörner begleitet von Blitz und Donner stellten die Fahrer vor eine harte Aufgabe. Nach wenigen Runden brach der Rennleiter das Rennen ab, da die Sicht und das auf der Strecke stehende Wasser zu gefährlich waren. Bei vielen Maschinen war schon Wasser über den Luftfilter eingedrungen und hatte Schäden am Motorverursacht. Ein geplanter Neustart wurde von der Mehrzahl der Fahrer abgelehnt, da es zu diesem Termin wieder zu regnen begonnen hatte. Nach Diskussionen und Streckenarbeiten wurde der Lauf mit einer zeitlichen Verzögerung gestartet, aber der dritte Wertungslauf gestrichen. Tom Koch rutschte gleich nach dem Start über das Vorderrad weg und verlor dadurch einige Plätze. Dennoch war er im Duell um den fünften Platz, als ihm der aufgewirbelte Schlamm vom Vordermann die Sicht nahm. Koch musste in die Box, um sich eine neue Brille zu holen. Das wurde so schnell und routiniert erledigt, dass er nur wenige Plätze verlor und am Ende noch Neunter werden konnte. Er berichtet nach dem Rennen: „ So viel Wasser auf einer Strecke habe ich noch nie gesehen, obwohl weite Teile am Hang liegen. Bei den Anfahrten zu einem Sprung wusste man nicht, wie tief das Wasser stand. Derabgebrochene Lauf hat außer Schäden am Material niemanden etwas gebracht. Mit dem fünften Platz der Tagewertung bin ich nicht so richtig zufrieden. Aber unter diesen Umständen buche ich das mal als Schadensbegrenzung. Es war aber sehr schön, wieder vor Zuschauern und Fans fahren zu können. Das hat zusätzlich motiviert. Nun werde ich mich gewissenhaft auf die Sandstrecke von Tensfeld vorbereiten. Da wird ja schon Mitte Juli das nächste ADAC MX Masters Rennen gestartet“. Beim Neustart war Tim Koch gleich gut platziert zu finden, konnte vom Tempo her mithalten und ein paar Plätze gewinnen. Schon in

der dritten Runde wurde durch den Dreck die Luftzirkulation in der Brille behindert und die Gläser fingen an zu beschlagen. Tim musste in die Box um sich eine neue Brille zu holen und fiel auf Rang fünfzehn zurück. Doch schon kurze Zeit später beschlugen auch hier die Gläser. Er nahm die Brille ab und fuhr nochmals in die Box. Aber auf einen zweiten Brillenwechsel war die Mannschaft nicht vorbereitet, sodass er ohne Brille wieder ins Rennenging. Der Einsatz wurde nicht mit Punkten belohnt. Tim Koch weiß zu berichten: “ Ein ziemlich durchwachsenes Wochenende. Ich weiß, dass ich es besser kann. Nachdem es amSamstag schon nicht richtig lief, wollte ich es am Sonntag besser machen. Aber bei so einemChaos Rennen hat man das nicht in der Hand. Es war unverantwortlich das Rennen um 13 Uhr zu starten. Der Abbruch war die einzig richtige Entscheidung. Durch das viele Wasser auf der Strecke war es sehr gefährlich. Für den Re-Start war dann sehr wenig Zeit für die Vorbereitung von Maschine, Helm und Brillen. Es ging sehr viel Material kaputt. Aber nun ist es vorbei und ich schaue auf das nächste Rennen, wo es dann sicher wieder besser läuft.“