Platz zwei für Tom Koch bei der Schlammschlacht im Schwarzwald

Tim Koch verteidigt den vierten Platz in der Meisterschaft

Von Dieter Lichtblau

Bei den Rennen zur Deutschen Motocross Meisterschaft DM Open,
konnten sich die Wormstedter Kochbrüder vom KTM Sarholz Racing Team, bei Dauerregen und Schlamm gut in Szene setzen und weitere Erfolge einfahren. Tom Koch kam im zweiten Rennen auf den zweiten Platz, während Tim Koch nach Sturz, Boxenstopp und Brillenwechsel seinen vierten Platz in der laufenden Meisterschaft halten konnte.

Auf dem beschaulichen Kurs in Schweighausen, nördlich von Freiburg, in einem Schwarzwaldtal gelegen, sah es noch am Vormittag nach einem erfolgreichen Renntag aus. Bei leichter Bewölkung und um die 20 Grad präsentierte sich den Akteuren beim Zeittraining am Vormittag eine gut präparierte Strecke. Im Qualifikationstraining schaffte Tom Koch mit nur 0,096/sec Abstand die zweitschnellste Rundenzeit. Tim Koch brauchte auf dem Kurs, der an zwei gegenüberliegenden Hängen liegt, einige Zeit, ehe er sich mit der Strecken- beschaffenheit anfreunden konnte. Daher gelang ihm zunächst der neunte Platz für die Startaufstellung.

Pünktlich um 13 Uhr, zum Start des ersten Rahmenrennens ging ein Platzregen über dem Tal herunter, der sich im Laufe des Nachmittags in einen Dauerregen veränderte und erst zum Start des Zweiten DM Open Laufs aufhörte. Tim Koch hatte keinen optimalen Start und kam als neunter aus der ersten Runde zurück. Nach sechs Runden, da hatte er schon einige Plätze gut gemacht, waren alle Abreißgläser an der Brille verbraucht und die Gläser undurchsichtig geworden. So musste er sich in der Box eine neue Brille holen, die aber schon nach kurzer Zeit von innen beschlagen war. Ohne Brille wurde es mit durch den Regen und den hochspritzten Schlamm immer schwerer die richtigen Spuren zu treffen und zu überholen. Am Ende konnte Tim Koch, als letzter nicht überrundeter Fahrer den siebten Plantz einfahren. „Nach dem eher mäßigen Start und dem Boxenstopp wollte ich kein Risiko auf eine Augenverletzung eingehen, als ich dann noch ohne Brille fahren musste. Dieses Ergebnis ist nicht das was ich mir vorgestellt hatte“, erklärte Tim Koch nach dem Rennen. Zum zweiten Lauf hatte es aufgehört zu regnen, was das Fahren nicht einfacher machte. Zuerst stand der Schlamm auf der Strecke, später entwickelte sich nur eine Spur, auf der es sehr rutschig wurde. Tim hatte einen guten Start, wollte gleich nach der ersten Kurve einen Konkurrenten überholen. Dabei kam es zu einer Berührung und ein Sturz war unvermeidlich. Alles war nun voller Schlamm, als er als Letzter das Rennen aufnahm und schnell Anschluss an das Feld gefunden hatte. Die rutschigen Handschuhe und die verschmutzte Brille forderten einen Halt in der Helferbox. Das kostete so viel Zeit, dass er am Ende wiederum als Siebter die Zielflagge sah. Ein nicht wirklich zufriedener Tim Koch nach diesem Lauf: “Auf der teilweise engen Strecke habe ich nicht meinen Rhythmus gefunden. Der Start war diesmal besser, doch in der ersten Kurve hab ich etwas verloren und wollte das sofort wieder gutmachen. Dabei bin ich mit einem anderen Fahrer zusammengestoßen und musste in den Schlamm. Lenker, Handschuhe und Brille waren total eingesaut. Nach dem Boxenstopp ging es wieder besser, aber mein Motorrad gab Rauchzeichen von sich. Daher reichte es nochmals nur zum siebten Platz. So ein Schlammrennen schreibt seine eigenen Gesetze. Und wenn dann noch Pech dazu kommt. Meinen vierten Platz in der Meisterschaft habe ich aber behalten können. Ich konnte unverletzt nach Hause fahren und bin für das kommende Wochenende für die ADAC MX Masters in Tensfeld voll motiviert“.

Tom Koch, der dieses Rennen als weiteres Aufbautraining nach seiner langen Verletzungspause nutzen wollte, kam im ersten Durchgang gut aus der Startmaschine. Nach sechs Runden, war aber Wasser unter die Brille gekommen, was einen Brillentausch in der Box notwendig machte. Dadurch verlor er Zeit, konnte sich aber noch bis auf den fünften Rang nach vorne fahren. Beim zweiten Lauf hatte er den Holeshot und führte kurz das Feld an. Doch in der zweiten Kurve kam er in eine Rille, die mit Schlamm zugelaufen war, musste kurz das Tempo rausnehmen und verlor dadurch die Führung. Diesen zweiten Platz brachte Tom aber sicher ins Ziel, hatte zwischendurch die schnellste Rennrunde gefahren und einen Vorsprung von fast einer Minuten auf den Nächstplatzierten. In der Tageswertung belegte er damit den vierten Platz und war auch nicht ganz zufrieden:“ Das war jetzt nicht das Superergebnis, welches ich mir erhofft hatte. Der zweite Lauf war ganz ok. Nun richte ich den Blick nach vorne und konzentriere mich auf das kommende Wochenende in Tensfeld, bei hoffentlich besseren Wetterbedingungen. Ja und dann möchte ich wieder in die Weltmeisterschaft einsteigen und versuchen dort meine ersten WM Punkte zu holen.“