Perfekter Renntag für die Koch Brüder im hohen Norden

Beim dritten Rennen zu den ADAC MX Masters in Mölln, südlich von Lübeck kamen Tim und Tom Koch mit der Hitze, der anspruchsvollen Strecke und den Gegnern sehr gut zurecht und belegten in der Tageswertung die Plätze sechs und sieben.
Auf der Strecke, die in einer ehemaligen Sandgrube liegt war präzises Fahren und ein gutes Auge gefragt. Der Sand unter dem der Boden sehr hart war, veränderte in jeder Runde die Anforderungen. Es kamen große Steine zum Vorschein, die manchen Fahrern zum Verhängnis wurden. Bei Temperaturen knapp unter 30 Grad haute Tom Koch eine Rundenzeit heraus, mit der er lange Zeit die Führung hatte. Am Ende war er mit nur 0,5 Hundertstel Abstand Zweiter. „Es war ja erst mein zweites Rennen nach meiner Fußoperation im April. Das Resultat zeigt aber, dass ich mich richtig vorbereitet habe und es vorwärts geht“, sagte Tom Koch nach der Qualifikation. In der anderen Gruppe brauchte Tim Koch ein paar Runden bis er einen flüssigen Fahrstil hatte und seinen Rhythmus fand. Als Elfter konnte er sich in der mit vielen Sandspezialisten besetzten Gruppe direkt für die Rennen qualifizieren. Tim Koch erklärt: „ Die Strecke hat ihre Tücken. Unter stabilem Sand kommt fester Untergrund und harte Kanten. Da muss man nicht zu aggressiv fahren und mit der Strecke fahren und nicht dagegen arbeiten. Sonst kann man sehr schnell rutschen und umfallen“. Zum Sonntag stiegen die Temperaturen über dreißig Grad. Da machte das Zuschauen allein schon Mühe, von zwei mal 35 Minuten ein Rennen zu fahren ganz zu schweigen. Im ersten Lauf sorgte Tom Koch für den Paukenschlag. Nur um Haaresbreite musste er sich beim Kampf um den Holeshot dem viermaligen ADAC Masters Gewinner, Dennis Ullrich, beugen. Durch eine clevere Wahl der Spuren konnte er sich an die Spitze setzen und das Feld für gut zehn Minuten anführen. Nach 35 Minuten Hitzeschlacht erreichte er mit dem fünften Platz sein bisher bestes Ergebnis bei einem ADAC MX Masters Rennen. Tim Koch schaffte einen guten Start, fuhr die ersten Runden als Siebter durch den Sand und konnte für den Rang zehn wertvolle Punkte abholen. Im zweiten Durchgang spiegelten die Wormstedter vom KTM Sarholz Team die Ergebnisse. Diesmal hatte Tim beim Start die richtige Dosierung von Gas und Kupplung erwischt. Als Vierter nahm er das Rennen in Angriff. Er musste sich nur zwei schnelleren Fahrern beugen und kam als sechster ins Ziel. Dazu der glückliche Tim Koch: „ Mit dem Ergebnis bin ich absolut zufrieden. Es hat gezeigt wie wichtig ein guter Start ist. Gut Starten, das Tempo halten und keine Fahrfehler machen, dann klappt es auch mit guten Ergebnissen“. Dafür ging bei Tom Koch der Start so richtig daneben. Erst als siebzehnter kam er aus der Startrunde zurück. Es dauerte etwas bis er den Anschluss gefunden hatte, fuhr aber dann zügig nach vorne. Mit knappem Abstand konnte er sich noch den zehnten Platz erkämpfen. „Der Start ist gründlich danebengegangen. Dann bin ich noch mit einem anderen Fahrer kollidiert und musste die Strecke kurz verlassen. Doch danach fand ich einen guten Rhythmus und schaffte schnell den Anschluss ans Feld. Mit dem zehnten Platz und als Sechster in der Tageswertung bin ich zufrieden“, lies Tom Koch wissen. Tim Koch belegte mit einem Punkt Rückstand den siebten Platz in der Tageswertung, verbesserte sich aber in der Meisterschaft von Platz sechzehn auf zehn. Nach einem rennfreien Wochenende starten beide Wormstedter bei den DM Open in Schweighausen, im Schwarzwald gelegen. Tim Koch will sich in der Meisterschaft weiter nach vorne orientieren und seinen vierten Platz verbessern, während Tom Koch das Rennen nutzt, um weiter Rennpraxis zu sammeln.

 

Text: Dieter Lichtblau / Bilder: Steve Bauerschmidt