Intensives Rennwochenende für beide Koch-Brüder

Tom Koch holt sich Punkte bei der WM in Tschechien
Tim Koch wird bei den DM Open Vierter.

Loket-Schweighausen. Trotz eines Abflugs in den Matsch konnte Tim Koch bei den DM Open im Schwarzwald Vierter in der Tageswertung werden und in der Meisterschaft Dritter bleiben, nun aber punktgleich mit dem Zweiten. Tom Koch musste sich nach einer Rennpause erst wieder an die Gangart in der Weltmeisterschaft gewöhnen und kam im zweiten Lauf mit Rang siebzehn zu vier Punkten. 

Auf sehr trockener, knochenharter Strecke hatte Tim Koch seine Rennen auf der idyllisch gelegenen Strecke in Schweighausen-Schuttertal. Mit einem guten Gefühl ging der Fahrer vom Team AB Racing bei Zweiradsport Schmitz den Renntag an und konnte im Zeittraining die zweitschnellste Rundenzeit fahren. Bei hochsommerlichen Temperaturen hatte Tim Koch einen guten Start in das erste Rennen, blieb aber in der zweiten Kurve an einem Konkurrenten und dann an einem Strohballen hängen, wodurch er erst als Achter weiterfahren konnte. Schnell hatte er wieder Anschluss an die Führenden gefunden und konnte das Rennen als Dritter beenden. Im zweiten Durchgang fuhr Koch nach dem Start als Dritter auf eine Kurve zu. Doch völlig unvermittelt flog er über den Lenker in den Matsch. Was passiert war erklärt er selber: „ Die Strecke wurde stark gewässert und am tiefsten Punkt ist das Wasser zusammengelaufen und stand auf dem Kurs. Ich bin etwas übermotiviert zu Werke gegangen, habe die Spurrillen nicht gesehen und bin kopfüber abgestiegen“. Als Letzter konnte er, körperlich unversehrt, aber mit einer Schlammschicht überzogen, das Rennen wieder aufnehmen. Bis zum Rennende fuhr er noch bis auf den vierten Platz nach vorne und wurde auch in der Tageswertung vierter. In der Meisterschaft hat er seinen dritten Platz stabilisiert, da er nun mit dem Zweiten punktgleich ist. „Die Strecke war sehr einspurig und technisch nicht sehr anspruchsvoll, was das Überholen nicht einfacher machte. Durch die langanhaltente Trockenheit und die Lage der Strecke war es nicht einfach überall ausreichend zu wässern. Bei dem Flug über den Lenker ist mir nichts passiert. Aber das gehört zum Rennen dazu. Nun freue ich mich schon auf das nächste Wochenende, wenn es auf der Strecke in Aichwald (bei Esslingen/Neckar) wieder eine neue Chance auf Punkte für die DM Open gibt“, sagte der frisch gewaschene Tim Koch.

Bei angenehmen Temperaturen, knapp über 20 Grad, nahm Tom Koch vom Kosak Racing Team nach seiner verletzungsbedingten Pause, in nordböhmischen Loket wieder an einer Veranstaltung in der Moto Cross Weltmeisterschaft MXGP teil. Durch die Nähe zu Deutschland sind immer sehr viele Fans an der Strecke, die natürlich „ihre“ Fahrer lautstark anfeuern und so für eine besondere Atmosphäre sorgen. Die Strecke liegt an einem Hang, der mit einem losen Schieferuntergrund ein hohes Maß an technischem Können verlangt. Mit guten Rundenzeiten im Zeittraining, bei dem eine hundertstel Sekunde über eine bessere Platzierung entscheidet, kam Koch als zwanzigster auf eine gute Position in dem mit über vierzig Fahrern starken Feld. Im Qualifikationsrennen konnte Tom den Start, wie auch in den anderen beiden Rennen nicht optimal umsetzten. Er brauchte ein paar Runden ehe er richtig in Fahrt kam und bis auf Rang einundzwanzig nach vorne fuhr. Beim Start zum ersten Rennen wurde der Wormstedter in eine Rangelei um die Plätze verwickelt, in der er nur knapp einem Sturz entging, aber weit nach hinten fiel. Mit guten Rundenzeiten kam er noch bis auf den leider punktelosen Platz einundzwanzig nach vorne. Auch im zweiten Rennen war Koch mit vielen Überholmanövern konfrontiert, nachdem der Start wieder nicht klappte. Er fand aber schnell in einen guten Rhythmus und fuhr nach sieben Runden an sechzehnter Stelle. Am Ende konnte er für den siebzehnten Platz noch vier Punkte mitnehmen. Nicht ganz zufrieden fasst er das Wochenende zusammen: „ Obwohl ich gut gefahren bin, ich hatte Blickkontakt bis auf Rang dreizehn, kann ich mit vier Punkten nicht zufrieden sein. Ich mache mir das Leben durch meine Starts meist selber schwer. Bis ich dann in Fahrt komme ist meist schon die halbe Rennzeit um. Ich werde weiter daran arbeiten. Vielleicht klappt es schon am kommenden Wochenende beim GP von Belgien in Lommel“.

Text: Dieter Lichtblau

Fotos: Ralph Marzahn, Steve Bauerschmidt