Fahrfehler und Stürze verhindern Punkte beim Heimrennen

Tim und Tom Koch gehen in Teutschenthal leer aus.


Für das Weltmeisterschaftsrennen vor heimischen Publikum hatten sich Tim und Tom Koch einiges vorgenommen. Tom wollte etwas für sein Punktekonto tun und Tim bei seinem Gaststart unter den Weltbesten eine gute Leistung zeigen. Doch am Ende des Tages kam nach Stürzen, die ohne Verletzung blieben, nichts Zählbares heraus.

Schon in der Qualifikation lief es auf der sehr anspruchsvollen Strecke im Talkessel von Teutschenthal nicht richtig rund. Tom Koch kam nicht über den Rang dreiundzwanzig hinaus. Im Detail betrachtet, war der Speed da, doch fehlten wenige hundertstel Sekunden um mehr als zehn Plätze weiter vorne in der Startaufstellung zu stehen. Von einem Platz ganz rechts außen nahm Tom Koch vom Kosak KTM Racing Team das erste Rennen auf. Schon in der dritten Runden hatte er sich in die Punkteränge gefahren, als ihm bei Überholvorgängen mehrere Fehler passierten, die einige Positionen kosteten. Dass es am Ende nur zu Platz zweiundzwanzig reichte, stimmte ihn nicht fröhlich: „Der Speed war da und die Unterstützung durch das heimische Publikum hat mich noch gepusht. Aber ich habe meine Chance nicht genutzt und zu viele Fehler gemacht“, war die Analyse nach dem Rennen. Im zweiten Lauf war der Start wesentlich besser. Aus der Startrunde kam Koch bereits als Sechzehnter zurück und schickte sich an, weiter Plätze gut zu machen. Doch beim Überholen kam es zu einem Sturz, der ihn bis an das Ende des Feldes zurück warf. Mit verbogenem Lenker nahm er das Rennen nochmals auf, musste aber durch einen technischen Defekt in der fünften Runde aufgeben. Enttäuscht schildert er sein Heimrennen: „Mein Wochenende war nicht gut. Ich bin nicht zufrieden. Gerade hier wollte ich ein gutes Rennen zeigen. Mit einem krummen Lenker geht das einfach nicht. Aber ich kann gesund nach Hause fahren. Es kommen ja noch WM Rennen in Frankreich, Spanien und fünf hintereinander in Italien. Da bin ich bis zum 10. November unterwegs und hoffe auf mehr Glück und bessere Ergebnisse“.
Tim Koch schaffte in der Qualifikation Rang einunddreißig. „Es ist schon ein tolles Gefühl hier im Feld der weltbesten Moto Cross Fahrer dabei sein zu können. Auch wenn bei meinen Rundenzeiten gut sechs Sekunden zur Spitze fehlen. Aber es ist eine gute Erfahrung für mich“, erklärte Tim Koch seine Leistung. Nach einem schlechten Start in den ersten Lauf konnte der Fahrer von Team AB Racing seine Husqvarna als sechsundzwanzigster ins Ziel bringen. Im zweiten Rennen war der Start besser. Tim Koch lag auf Platz neunzehn, kam mit dem Vorderrad in eine tiefe Rille, musste zu Boden und geriet unter sein Motorrad. Es dauerte einige Zeit, bis er das Rennen wieder aufnehmen konnte, aber erst auf Platz vierundzwanzig ins Ziel kam. Trotzdem zog er eine positive Bilanz: „Es hat sehr viel Spaß gemacht hier fahren zu können. An die nicht einfach zu fahrenden Strecke musste ich mich erst gewöhnen. Meinem Team, das diesen Einsatz ermöglicht hat, bin ich dankbar und würde es gerne wieder tun. Aber es hängt eben alles am Geld. Ich habe einiges gelernt und hoffe dies bei den noch zwei ausstehenden Rennen zur DM Open in Jauer und Thurm umsetzen zu können“.

Text: Dieter Lichtblau

Bilder: Winfried Kastler