Erfolgreiches Wochenende für die Gebrüder Koch

Pietramurata-Schnaitheim.

Ob auf der schwäbischen Alb oder am Fuße der Dolomiten waren die Rennen der Wormstedter Tim und Tom Koch von Erfolg gekrönt. Tim Koch wurde bei Rennen zur Deutschen Meisterschaft in der Tageswertung Zweiter und kletterte in der Tabelle auf Platz drei. Tom Koch lieferte bei den Weltmeisterschaftsrennen in Italien zwei saubere Rennen und brachte siebzehn Zähler mit.

Volles Haus mit 5000 Zuschauern, typisches Aprilwetter und eine in der zweijährigen Corona-Pause bestens vorbereitete Strecke, waren für Tim Koch die Rahmenbedingungen auf der Ostalb in Heidenheim-Schnaitheim. War der Boden durch die Niederschläge der vorausgegangenen Tage im freien Training noch schlammig, so präsentierte sich die Strecke zum Pflichttraining in fast perfektem Zustand. Der Fahrer vom AB Racing Team fühlte sich mit seiner Husqvarna sichtlich wohl und fuhr in seiner Gruppe die schnellste Runde. Für den ersten Lauf hatte sich Tim einen Startplatz ausgesucht, der, wie sich später herausstellte nicht sehr klug gewählt war. Gleich in der ersten Kurve nach dem Start blieb er im dichten Verkehr hängen, machte noch einen Fahrfehler und fiel auf Platz acht zurück. Er brauchte einige Runden ehe er seinen Rhythmus fand und sich bis zum Rennende noch auf den dritten Platz nach vorne fahren konnte. Für das zweite Rennen wählte er eine andere Position am Startgatter und hatte damit Erfolg. Als Zweiter kam er aus der ersten Runde zurück, wurde aber kurz danach auf Rang drei verdrängt. Er machte sich gleich wieder an die Verfolgung, kam in den letzten Rennrunden auf den zweiten Platz vor und rückte dem Ersten bis zur Zieldurchfahrt bis auf 4/100 Sek. an das Hinterrad. Das ergab für Tim Koch zweiundvierzig Punkte, Platz zwei in der Tageswertung und in der Meisterschaftswertung einen Sprung auf Rang drei. Tim Koch zeigte sich gleich nach der Siegerehrung zufrieden: „Es hat sehr viel Spaß gemacht auf dieser Strecke zu fahren. Die Auffüllung mit dem steinfreien Boden hat Vorteile für das Fahrverhalten gebracht. Es haben sich schnell gute Spuren herausgefahren. Im ersten Lauf hatte ich mich bei der Wahl meines Startplatzes etwas verspekuliert. Im zweiten Rennen lief es schon besser. Aber ich hätte früher und entschlossener überholen müssen. Dann wäre es sicher noch besser geworden. Aber noch ist nichts verloren“.

Tom Koch hatte eine etwas längere Anreise zum GP of Trentino in Italien und traf dort auf eher herbstliches Schmuddel Wetter mit Regen und Kälte. Der Kurs auf dem Koch schon im vergangenen Jahr eine gute Leistung gezeigt hatte, blieb im Layout unverändert wurde aber in diesem Jahr in Gegenrichtung gefahren. Schon im Zeittraining kam Koch, vom KTM Kosak Racing Team, mit der Strecke gut zurecht und holte sich als Sechzehnter eine gute Basis für das Qualifikationsrennen. Hier hatte er einen ordentlichen Start, fuhr schnelle Zeiten und behielt im Kampf um Platz fünfzehn die Oberhand. Auch im zweiten Start war er wieder im Mittelfeld dabei und kam als siebzehnter aus der Startrunde zurück. Wieder konnte er das Tempo mitgehen und kam nach fehlerfreien 35 Minuten auf Platz dreizehn ins Ziel. Dafür gab es 17 WM Punkte und Platz 12 in der Tageswertung. Gleich nach dem Rennen zeigte er sich mit dem Wochenende zufrieden. “Ich hatte schon am Samstag ein gutes Gefühl auf der Strecke. Auch wenn ich meine Starts immer noch ein bisschen verhauen habe, so bin ich mit meiner Fahrleistung zufrieden. Von den Zeiten her sind es nur noch Sekundenbruchteile bis in die Top Ten. Das ist mein Ziel. Die Technik hat mein Team bestens im Griff und das Fahrwerk arbeitet optimal. Nun werde ich mich über Ostern bei der Familie etwas erholen. Danach geht es gleich nach Kegums in Lettland zum nächsten WM Rennen. Dorthin werde ich von meinem Bruder Tim begleitet, der dort bei der Europameisterschaft an den Start geht.“.

Text: Dieter Lichtblau

Fotos: Dieter Lichtblau, Ralph Marzahn