Die Koch Brüder waren bei den ADAC MX Masters am Start

Unterschiedliche Leistungen im tiefen Sand von Grevenbroich

Beim ersten Teil der ADAC MX Masters „Short Season“ konnten die Moto Cross Fahrer Tim und Tom Koch unterschiedliche Erfolge verbuchen. Tom wurde in der Gesamtwertung sechster, während Tim nach Stürzen und einem Ausfall im dritten Rennen mit Platz siebzehn zufrieden sein musste.Da sämtliche Meisterschaften Corona bedingt abgesagt werden mussten, hatte der ADAC noch Veranstalter für eine „Short Season“ gefunden. Der Auftakt war am vergangenen Wochenende in Grevenbroich/NRW, wo mit verändertem Regelwerk für jede Klasse an einem Wochenende drei Rennen ausgetragen wurden. Unter strengen Hygieneregeln und unter dem Ausschluss von Zuschauern war die tiefsandige Rennstrecke im „Grevenbroicher Loch“, einem ehemaligen Braunkohletagebau, eine besondere Herausforderung für die Fahrer. Bei sommerlichem Wetter buchteTom Koch vom KTM Sarholz Racing Team in der Qualifikation am Samstagvormittag mit dem zweiten Platz eine gute Ausgangsposition für die Startaufstellung. Tim Koch sicherte sich mit seiner Husqvarna vom Team AB Racing by Schmitz in seiner Gruppe auf Rang sieben ebenfalls eine aussichtsreiche Position in der Startaufstellung. Im ersten Rennen am Samstag hatte Tom Koch einen sehr guten Start, fuhr einige Runden an zweiter Stelle ehe er zur Halbzeit einen Hänger hatte, aber am Ende hinter starken WM Fahrern als Fünfter das Ziel erreicht. Tim Koch kam ebenfalls gut aus dem Startgatter, fuhr konstante Rundenzeiten und kam nach einem fehlerfreien Lauf als Neunter ins Ziel. Für das Rennen am Sonntag wurde die Stecke kräftig gewässert, was einer Staubentwicklung entgegen wirkte, aber das fahren nicht unbedingt einfacher machte. Der Start gelang Tom Koch nicht perfekt und er hatte das ganze Rennen hindurch das Problem einen guten Rhythmus zu finden. Am Ende brachte er doch noch den siebten Platz ins Ziel. Schlechter erging es Tim. Gleich in der ersten Runde rutschte er im losen Sand nach außen weg und ging zu Boden. Als Letzter musste er dem Feld hinterher eilen und erkämpfte sich als Neunzehnter noch zwei Wertungspunkte. Nach zwei Stunden Pause wurde der zweite Lauf gestartet. Nochmals zeigte Tom Koch eine gute Reaktion und fuhr in der erste Runde an vierter Stelle. Nach über 30 Minuten Renndauer verteidigte er in der Schlussphase densechsten Platz. In der Tageswertung wie auch in der Meisterschaft rangiert er damit auch auf dem sechsten Platz und will in zwei Wochen in Tensfeld das Ergebnis verbessern.Einen ungünstigen Verlauf nahm dieses Rennen für Tim Koch. Nach einem guten Start machte er in den Top Ten liegend einen Fehler und ging zu Boden. Der Pulk mit den nachfolgenden dreißig Fahrernüberrollte teilweise sein Motorrad. Mit einem technischen Defekt am Arbeitsgerät war das Rennen für ihn gelaufen. Er erklärte sein Rennwochenende am Ende das Tages: „Nach der Corona Pause war ich froh dass jetzt doch noch Rennen gefahren werden. Ich bin gut vorbereitet und trainiert, aber ohne großer Erwartungen angereist, da mir ja die Rennpraxis fehlt. Ich habe mich schon im Training und in der Qualifikation gut gefühlt. Die zwei nicht so optimalen Rennen sind nun mal passiert. Ich versuche inzwei Wochen in Tensfeld meine Nervosität abzulegen und es besser zu machen. Platzierungen in den Top Ten ist mein Ziel“. Auch Tom Koch wird in Tensfeld fahren. Vorher wird er noch am kommenden Wochenende bei einem Weltmeisterschaftsrennen in Mantua/I, das wieder als Triple geplant ist, versuchen weitere Punkte zu holen. Allerdings lässt er das Rennen am Mittwoch und Sonntag lässt er aus, um in Tensfeld an der Start zu gehen. Er fasst sein Wochenende so zusammen. „Es lief mit dem zweiten Platz in der Qualifikation schon gut. Die drei Rennen in zwei Tagen sind anstrengend, aber für mich ein gutes Training für die Weltmeisterschaft. Das Ergebnis war zufriedenstellend. In Tensfeld will ich versuchen meinen sechsten Platz in der Wertung noch zu verbessern. Aber zunächst liegt mein Fokus auf dem Rennen in Mantua“.

Text: Dieter Lichtblau

Foto: Dieter Lichtblau, Steve Bauerschmidt