Der Rhythmus ist bei Tom Koch abhandengekommen

Hyvinkää Finnland. Unterschiedlicher hätten die Rennen beim MXGP in Finnland, 60 Kilomater nördlich von Helsinki, für die Thüringer Tom Koch und Henry Jacobi nicht laufen können. Während Koch nur im zweiten Lauf zu WM Punkten kam, holte sich Jacobi den zehnten Platz in der Tageswertung.

Im Gegensatz zu den Bodenverhältnissen in Schweden, präsentierte sich die Strecke in Finnland extrem sandig, mit vielen Bodenwellen und ausgefahrenen, tiefen Spuren. Tom Koch, Kosak Racing Team, kam mit den Bedingungen beim Zeittraining und dem Qualifikationsrennen, in dem er Achtzehnter wurde, gut zurecht und schaute positiv auf den Sonntag. „Der Samstag war recht solide, auch wenn ich mich in Qualirace ein bisschen fest gefahren habe und nicht weiter nach vorne kam. Aber es war noch Luft nach oben“, beschreibt er seine Leistung. Bei bestem Sommerwetter verlief der Start in den ersten Lauf nicht nach Wunsch. Als Neunzehnter fuhr er die ersten Runden durch den Sand. Im Verlauf des Rennens schaffte er es nicht nach vorne zu fahren und musste akzeptieren in der letzten Runde noch auf Platz einundzwanzig verwiesen zu werden.
Der zweite Durchgang fing mit Platz neunzehn nach dem Start fast identisch an. Koch fuhr mit, konnte aber keine entscheidenden Positions-Verbesserungen erzielen. Im letzten Renndrittel, wo die Strecke alle Aufmerksamkeit verlangte, konnte Koch von seiner guten Kondition profitieren, vermied die allgegenwärtigen Stürze und konnte am Ende für den sechzehnten Platz fünf Punkte mitnehmen. „Das war nicht das, was ich mit erhofft oder vorgenommen hatte. Mein Ziel war, in beiden Läufen Punkte zu machen. Ich bin nicht so richtig in Fahrt gekommen. Aber die fordernde Strecke war für alle gleich und die anderen Jungs schlafen nicht. Nun geht es schnell nach Hause, denn am kommenden Wochenende ist das für mich letzte WM Rennen in Frankreich. Hier hoffe ich auf der Hartbodenstrecke nochmals viele Punkte zu erringen“, lies Koch auf dem Weg zur Fähre wissen. Mit der Fähre geht es nach Tallin, von dort weiter über Litauen, Lettland und Polen nach Wormstedt und von da aus Richtung Bordeaux, nahe der Atlantikküste.

Text: Dieter Lichtblau

Foto. Ray Archer